Der 11. September. Nun zum fünften Mal der Tag im Jahr, an dem die mediale Betroffenheit, die Wiederverwertung tausendmal gesehener Archivbilder und die Solidaritätsbekundungen zur einzig wahren Demokratie dort drüben am anderen Ufer des Atlantik ihren unübertrefflichen Höhepunkt erreichen. Gleichzeitig wird aber auch an keinem Tag die Außenpolitik von George W. Busch so sehr in Frage gestellt. Etliche “was wäre wenn”-Szenarien werden erdacht. Wie würde die Welt heute aussehen, wenn es den 11. September 2001 nicht gegeben hätte? Für Deutschland lässt sich da ganz einfach folgendes herleiten: Keine Anschläge - keinen Krieg gegen den Terrorismus - keinen Krieg gegen den Terrorismus - keinen Irakkrieg - keinen Irarkkrieg - kein Wahlkampfthema für Gerhard Schröder in 2002. Und somit hätte uns ohne den 11.09.01 nur noch die Oderflut vor einer Regentschaft des Edmund Stoiber bewahren können. Es lässt sich also hieraus sogar noch etwas Positives gewinnen.
Foto: absolutwade
Damit dieser Artikel nun auch den gesetzlichen Normen für 9.11-Betroffenheitsgefasel entspricht, darf natürlich mein persönlicher: “Als die Twin-Towers einstürtzten war ich gerade…” -Beitrag nicht fehlen. Also gut. Aber seid nicht enttäuscht: Als die Flugzeuge einschlugen hab ich bei Eurospar Dosenfrüchte eingeräumt. Als die Twin-Towers einstürzten habe ich Broccoli und Bundmören aus dem Kühlraum geholt. Und für den Abend des 11.09. hatte ich bereits Kinokarten gekauft. Es gab “Der Schuh des Manitu”.


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