Also, wenn meine Blog-Statistiken nicht lügen, dann stehen die meisten hier auf Ferkelskram. Also will ich Euch mal nicht enttäuschen. Es begab sich letzten Mittwoch in einer großen, sehr, sehr hässlichen Stadt am Rhein. Eine Stadt, die man eigentlich als eine einzige 60er-Jahre Bausünde beschreiben könnte, verbrochen im direkten Umfeld einer sehr alten und an sich wunderschönen gotischen Kathedrale. In dieser sehr, sehr hässlichen Stadt war ich mit einer guten Freundin einkaufen. Und so sahen wir Dinge, wie ein Mc Donald’s Restaurant mitten in einem C&A, sehr viele, sehr hässliche Menschen mit noch hässlicherer Bekleidung und noch mehr hässliche Gebäude. Wir entschlossen uns, etwas trinken zu gehen. Und schon wieder zeigte diese Stadt ihr hässliches Gesicht in Form der Bierpreise. An dem, was man wohl als eine Art Rheinpromenade zu verstehen hat, verlangten die Gastwirte stolze 4,20 Euro für ein stinknormales Weizenbier. Also ab in eine abgelegene Nebengasse, zu einer ganz kleinen Kaschemme. Es war warm, also setzten wir uns nach draußen. Dort saß eine Art Hund, der wie eine unglückliche Kreuzung aus Cocker-Spaniel und Mops aussah. Wenig später, der pockennarbige Kellner hatte gerade einen Teil meines Weizenbieres auf die Straße statt in das Glas geschüttet, kam eine Gruppe Jugendlicher mit einem kleinen Welpen hinzu und nahm am Nebentisch Platz. Sofort begann der Hund des Wirtes, der übrigens auf den klassischen Hundenamen „Georgie“ oder in diesem Fall besser „Dschordschie“ hörte, den kleinen Hund kräftig zu rammeln. Das gefiel den Besitzern nicht und sie zogen die beiden auseinander. Dschordschie aber war geil wie nachbars Lumpi und rammelte den kleinen Hund weiter. Diesmal von vorne. Ins Gesicht! „DSCHORDSCHIE!!!! DSCHORDSCHIE, HÖR AUF!“, brüllte von drinnen der Wirt und spurtete mit hochrotem Kopf aus seinem Lokal, um den wie wild auf dem Kopf des kleinen Hundes herumvögelnden Köter von seinem Opfer loszureißen. Wir krümmten uns vor lachen. „JETZT KUCK DIR DIE SAU AN!!!“ schrie der Wirt, während meine Begleitung ein amüsiertes „der fickt den kleinen Hund ins Gesicht!“ von sich gab, um an einem weiteren Lachanfall halbwegs zu ersticken. „DSCHORDSCHIE, SCHLUSS JETZT“, tönte es von der einen „hahaha, ins Gesicht gefickt….hahaha…Fickfresse“, von der anderen Seite. Ich trank mein Bier aus, wir gingen. „Fickfresse“ war nun das Wort des Tages und irgendwie passte es auch zu dieser Stadt, in die ich hoffentlich nicht so bald wieder fahren muss.

[...] 24, 2008 Wer Köln nicht mag, ist auf der heutigen Blogempfehlung goldrichtig und wird sich mit dem V.i.S.d.P. der [...]