Archiv der Kategorie 'Politik'

05
Nov
09

endlich: hitler entlastet

Endlich kommt die Wahrheit ans Tageslicht: Adolf Hitler wollte keinen Krieg!!! Auf dem politisch korrekten Blog „Deutschlandpolitik“ wird nun endlich schonungslos und ohne Zensur durch „das System“ offengelegt, wie unser großer Führer und Feldherr von anderen, dunklen Mächten in einen Krieg hineingelockt wurde, den er niemals wollte.

„Entgegen der offiziellen Geschichtsschreibung werden hier die Friedensangebote Hitlers und auch anderer Personen thematisiert und nicht, wie üblich, verschwiegen.“

Endlich werden hier die wahren Hintergründe beleuchtet, über unseren geliebten Führer und seine sozialromantischen Ideen von einem friedlich vereinten Europa. Endlich wird die Last der Kriegsschuld von uns genommen, die uns bis heute quält uns uns zu einem Volk der Duckmäuser gemacht hat. Ja, nun endlich dürfen wir aufatmen und wieder mit Stolz auf unsere Geschichte zurückblicken.

Denn hat nicht unser Befreier aus Österreich die Fesseln der Versailler Vertrages gesprengt? Hat er nicht Millionen Arbeitslose von den Straßen geholt? Hat er nicht dafür gesorgt, dass die Kriegspläne der anderen, uns schon ewig feindselig gegenüberstehenden Staaten, insbesondere Polen, Frankreich und die Sowjetunion, fehlschlugen? Existiert unser heiliges deutsches Reich…äh. Land nicht eben darum noch immer, da der große Führer uns mit seiner Rüstungspolitik auf diesen zermürbenden Vertedigungskrieg vorbereitet hat?

Es bleibt nicht mehr dazu zu sagen, als es bereits in einem Kommentar unter dembetreffenden Artikel gesagt wurde:

„Die deutsche Geschichte wird von den gegenwärtig Herrschenden zu ungunsten Deutschlands verfälscht, in dem sie nur einseitige Ansichten öffentlich betrieben werden können, ohne das die entsprechende Person Konsequenzen zu befürchten hat und keine wahre, freie Geschichtsforschung zulassen wird.

Dass das Deutsche Reich, oder gar das deutsche Volk, nicht an diesem hochkomplexten Krieg schuld ist, dürfte jedem habwegs weitsichtigen, ehrlichen und objektiven Historiker offensichtlich sein.“

Nun endlich ist schluss mit der ausländischen Greuelpropaganda von Kriegstreiberei und Völkermord! Nun endlich werden die kruden Theorien eines unseriösen Historikers wie Guido Knopp, dieser Marionette der Massenmedien, entlarvt. Der Führer ist rehabilitiert! Deshalb dürfen nun unter dem betreffenden Artikel auch frank und frei Gedichte veröffentlich werden, die der große Hitler selbst verfasst hat. Ein Beweis mehr dafür, dass es sich um einen zutiefst romantischen Menschen handelte, der bestrebt war zum Wohle der Menschheit zu handeln.

Mutter

Wenn deine Mutter alt geworden und älter du geworden bist,
wenn ihr, was früher leicht und mühelos,
nunmehr zur Last geworden ist,
wenn ihre lieben treuen Augen nicht mehr wie einst ins Leben sehn,
wenn ihre müd’ gewordnen Füße sie nicht mehr tragen woll’n beim Gehn,
dann reiche ihr den Arm zur Stütze, geleite sie mit froher Lust,
die Stunde kommt, da du sie weinend zum letzten Gang begleiten mußt!
Und fragt sie dich, so gib ihr Antwort, und fragt sie wieder, sprich auch du,
und fragt sie nochmals, steh ihr Rede, nicht ungestüm, in sanfter Ruh’!
Und kann sie dich nicht recht verstehn, erklär ihr alles froh bewegt;
die Stunde kommt, die bittre Stunde, da dich ihr Mund – nach nichts mehr frägt.

Adolf Hitler
Man muss sich nun erstmal eine Träne der Rührung abwischen, bevor man zu dem Schluss kommen kann:

Das ist alles politisch korrekt!!!

03
Nov
09

probleme lösen mit alkohol

Und schon wieder haben die Deutschen Grund zum Jammern und zum Klagen: Da gehen die deutschen Jugendlichen in Zeiten wie diesen mit gutem Beispiel voran und kurbeln ordentlich den Konsum, zumindest in der Alkohol- und Tabakindustrie an, da stehen schon die selbst ernannten Sittenwächter auf der Matte und rufen: „J’accuse! Ich klage an!“

Anstatt froh zu sein, dass Kindergeld und Hartz IV der abgehängt-prekären Eltern nun umgehend wieder in die Wirtschaft gepumpt werden, wird der große Sittenverfall proklamiert. „Das hat es früher nicht gegeben!“, rufen empört diejenigen, die damals den Sonntagsfrühschoppen erfunden haben und anschließend granatenvoll mit der Isetta in die nächste Pinte geeiert sind. Der heutige Jugendliche hingegen liegt sonntags morgens brav im Koma und bekommt die Erbsensuppe intravenös, natürlich ohne Wursteinlage.

Wo die nun langsam ergrauenden 68er damals Straßenterror und Studentenrevolten verbreitet haben, wird heute still, friedlich und unpolitisch der Frust einfach mit Hochprozentigem weggespült. Steigende Umsätze in Flatratediskos und erhöhte Einnahmen bei der Alkoholsteuer sind die erfreulichen Begleiterscheinungen.

Auch für die demografische Entwicklung ist ein positiver Effekt zu verzeichnen. Wenn der gemeine Jugendliche nach acht Litern Alkopops noch einen hoch kriegt pimpert er alles, was ihm vor die Flinte kommt. Das ergibt eine deutliche Steigerung der Geburtenrate, die anschließenden Vaterschaftstests bei Olli Geißen oder Britt fördern zusätzlich die Unterhaltungsbranche.

Ansonsten torkeln heute die volltrunkene Jugendlichen nicht in der Gegend herum und ängstigen die Rechtschaffenen, so wie es bei älteren Semestern des öfteren zu beobachten ist. Nein, sie liegen einfach still und friedlich an irgend einer Straßenecke in ihrem Erbrochenem. Manch einer fällt nach 52 Tequila einfach tot um, um niemandem zur Last zu fallen. An solch ausgesuchter Höflichkeit ist ein Beispiel zu nehmen.

Da das heutige Leben so und so nur noch im Suff zu ertragen ist, machen gerade unsere jungen Menschen das beste daraus. Anstatt, wie ihre Eltern, jeden Abend vor einer Kiste Bier zu versauern und sich selbst zu bemitleiden, haben die Kids noch Ziele, die sie engagiert und motiviert verfolgen: Höher, schneller, hochprozentiger heißt es da. An jedem Wochenende ist ein weiterer Rekord zu knacken, dafür gilt es unter der Woche hart zu trainieren. Das ist doch allemal besser, als sich auf dem Schulhof anpöbeln und beklauen zu lassen.

Trinkhallen im ganzen Bundesgebiet erfreuen sich nun endlich auch vormittags wieder erhöhter Einnahmen. Und während die Eltern in emotionslosen Demonstrationsversuchen ihre verhassten, schlecht bezahlten Jobs zu retten versuchen, entwickelt sich unter ihrem Nachwuchs bereits am frühen Tag ein geselliges Beisammensein auf Spielplätzen, in Parks oder rund um irgend einen Autoscooter. Bei ein, zwei Flaschen Vodka werden dort die neuesten gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen besprochen und die zu erreichenden Promillewerte für den Samstagabend abgeklärt.

So entsteht unter den neidischen Blicken der älteren Generationen eine neue, funktionierende, auf Alkoholkonsum gestützte Gesellschaftsordnung, die fernab von der zeitraubenden Talentvergeudung im Schulunterricht oder der lästigen Suche nach Ausbildungsplätzen beinahe alle Probleme zu lösen im Stande ist, die wir nicht in den Griff bekommen.

03
Nov
09

Fahrverbot für Rentner!!!

Jeden Morgen die gleiche Scheiße. Man möchte auf den letzten Drücker zur Arbeit, Uni oder zur Bude, um die Uneträglichkeit eines neuen Tages mit billigem Fusel herunterzuspülen, aber es geht nicht vorwärts. Warum? Weil immer mehr Rentner ihre Sonntagsausflüge auf Wochentage zu verlegen scheinen. Oder fährt man als altersstarrsinniger Tattergreis jetzt neuerdings mit dem Auto zur Arztpraxis? Ist es nicht mehr üblich, einen ganzen Bus durch lagsames Einsteigen minutenlang an der Haltestelle aufzuhalten um anschließend das junge, arbeitende Volk von seinen sicher gewähnten Sitzplätzen aufzuscheuchen, damit man sich kühmend niederlassen und mit dem Rollator den Gang versperren kann? Nein, neuerdings hat der gemeine Rentner die Liebe zu seinem Fahrzeug auch an Wochentagen entdeckt. Und da kriechen sie nun vor einem her. Blinken? Ach wozu, das macht man erst, nachdem man ohne erkenntlichen Grund mitten auf einer Kreuzung fast vollständig zum Stillstand gekommen ist. Das berechtigte Hupkonzert der übrigen Verkehrsteilnehmer verurteilt man mit dem typischen „Rentnerwinken“. Dabei wird eine aufgrund des Kräftemangels halbherzig zur Faust deformierte Hand wild in sämtliche Richtungen geschwungen. Das kostet natürlich zusätzlich Zeit, denn das winken verwirrt die Winkenden mehr als die, denen es gilt. So muss man als Rentner nun erst zwei Dinge wieder finden: Erstens die Orientierung und zweitens das Lenkrad. Dann aber wird kräftig Gas gegeben. Jedenfalls dann, wenn man es geschafft hat, den Fuß von der Bremse zu nehmen und wieder auf dem Gaspedal zu platzieren.  Andernfalls gibt es eine böse Überraschung, die zumeist mit dem vollständigen Erliegen des Straßenverkehrs innerhalb eines Umkreises von 2 Kilometern führen kann.

Daher die politisch vollkommen korrekte Forderung:

Fahrverbot für alle über 60! Und schon davor müssen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. So sollte jeder Verkehrsteilnehmer bereits ab dem 55 Lebensjahr jährlichen Kontrollen unterzogen werden. Beginnt er bereits, die vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit einzuhalten oder gar zu unterschreiten, hält er an gelben Ampeln oder fährt erst bei Grün wieder los, ist eine sofortige Untersuchung zur Feststellung der Verkehrstauglichkeit einzuleiten. Sofortiger Führerscheinentzug droht bereits ab dem 55 Lebensjahr wenn der betreffende Verkehrsteilnehmer während der Fahrt seinen Hut auflässt, kotzfarbene Kordhosen trägt, Sandalen mit braunen Socken zum Fahren anzieht oder eine mit Holzperlen versetzte Sitzunterlage benutzt. Verdächtig sind desweiteren Fellbezüge am Lenkrad, Klorollenwärmer auf der Hutablage und das Fahren von Großraumlimonsinen deutschen Fabrikates, die in für junge Menschen kaum zu beschreibenden oder gar zu ertragenden Ockertönen lackiert sind.

01
Nov
09

Zwegatismus

Opel bettelt um Hilfe, Banken gehen Pleite, die Wirtschaft bricht zusammen. Und wo bist Du???
Du lümmelst auch in dieser schweren Zeit weiterhin beim abgehalfterten Präkariat herum, hilfst irgendwelchen Vorstadtproleten dabei, ihre Katalogschulden zu tilgen, Ihre Flachbildschirme zu leasen und ihren Mietrückstand zu begleichen. Du begibst Dich weiterhin in die Niederungen des Kapitalismus, bettelst Verwandte und Bekannte Deiner Klienten um ein Almosen an, kriechst bei irgendwelchen Banken und Versandhäusern zu Kreuze, flehst um Kredite, um Verzicht auf ausstehende Ratenzahlungen, um am Ende doch nicht zu wissen, ob die Menschen, denen Du so selbstlos hilfst, es schaffen, in Zukunft besser mit ihrem Geld Haus zu halten.

Doch nun Peter, nun ist es soweit. Deine große Stunde könnte gekommen sein. Ich warte Woche für Woche auf die Sendung „Raus aus den Schulden Special: Peter Zwegat rettet Opel“. Und das wird nur der Anfang: Woche für Woche kommen neue Unternehmen und Kreditinstitute hinzu, bis am Ende der Staat selbst von Dir entschuldet und errettet wird.

Wenn Du wirklich so gut bist, dann lass die Menschen die Dich jetzt am meisten brauchen nicht im Stich. Du könntest alles erreichen, Du könntest der alleinige Begründer einer neuen Weltwirtschaftsordnung werden. Banken, Versicherungen, Autokonzerne und sogar die kleine Trinkhalle um die Ecke. Du wirst sie alle retten. Ich weiß es. Auch wenn Du in Deiner unendlichen Bescheidenheit bislang nur den Menschen geholfen hast, um die sich sonst niemand kümmert. Den Ärmsten der Armen, am Rande der Gesellschaft, die sich von zwielichtigen Geschäftspraktiken haben in die Verschuldung treiben lassen. Jetzt ist die Stunde, in der die ganze Welt Dich braucht.

Wer sonst verfügt über Dein Wissen und Deinen Sachverstand?

Auch wenn Du noch zweifelst, im Angesicht der riesigen Aufgaben, die dort auf Dich warten, am Ende wirst Du bei Arcandor, Operl und bei Märklin deinen dicken Edding schwingen, wirst dafür sorgen, dass von nun an vernünftig gewirtschaftet wird. Du, Peter Zwegat, wirst derjenige sein, dem die Kinder kommender Generationen einstmals in Dankbarkeit ergeben sein werden, wenn sie mit ihrer Märklin-Eisenbahn spielen können.

Du kannst alles erreichen, die Welt befreien, von Gier und Unvernunft, du kannst Finanzminister werden, ach was, Bundeskanzler, nein, -präsident. Was sag ich? König, Kaiser, ein neuer, unfehlbarer Herrscher, ein neues Gottesgnadentum der Finanzheilligkeit. Wirtschaft, Gesellschaft, ja sogar die Religion, alles wirst Du in Deinen Bann ziehen. Du bist der Erneuerer, der Einkaufs-Erlöser, der Markt-Messias, der Piepen-Papst.

Ja, Peter Zwegat, das alles mag jetzt verwirrend klingen, es mag Dich verunsichern, doch am Ende, das weiß ich, wirst Du Dich der Herausforderung stellen und eine Welt erschaffen, in der das Wort „Schulden“ nur noch in Geschichtsbüchern zu finden sein wird.

Peter, ich glaube an Dich!!! Es lebe der Zwegatismus!!!

13
Mär
09

Ab jetzt herrschen Zucht und Ordnung!

Na also, das wurde ja auch langsam Zeit. Die CSU plädiert, wie erwartet, für ein „Killerspiel-Verbot“

Nun aber die Frage, was zur Hölle ist ein „Killerspiel“? Zählen dazu jegliche Spiele die mit dem Töten seiner Gegner zu tun haben? Also auch Super-Mario??? Dann bekenne ich mich schuldig und werde mich sofort einweisen lassen, denn das habe ich schon mit 10 Jahren bis zum Erbrechen gespielt. Dennoch habe ich bis heute niemals versucht, auf meine Mitschmenschen draufzuspringen oder sie mit ausgerissenen Rüben zu erschlagen. Aber, so scheint es, die Saat des Bösen, sie ist auch in mir gesät.

Und nicht nur das. Super-Mario, der ist ja noch harmlos. Hat man uns nicht damals schon gewarnt? Bud Spencer? A-Team? Alles gewaltverherrlichend! Teufelszeug! Nichts für Kinder!

Aber hat es uns geschadet? Bislang jedenfalls nicht. Doch wer weiß was all diese schrecklich brutalen Dinge in unserem Unterbewusstsein angerichtet haben. Und irgendwann platzt die Bombe. Dann flippen wir alle aus und wenn Papi nicht zufällig mal wieder den Waffenschrank offen stehen lässt, müssen wir uns eben anders behelfen. Das kann dann ganz schön hässlich werden.

Hat man bei den Verantwortlichen der Lehman-Brothers eigentlich auch Wirtschafts-Simulations- und Managerspiele auf dem Rechner gefunden? Doch, bestimmt.

Es ist eben so: An solchen Amokläufen oder sonstigem Fehlverhalten sind niemals die Eltern schuld oder die Mitschüler oder Lehrer. Nein, nein, einzig und allein böse Computerspiele, böse Musik und böse Filme. Böse, böse, böse.

Also liebe CSU, schütze unsere Kinder, verbiete all diesen stumpfsinnigen Dreck. Anständige Kinder spielen mit Murmeln und Holzeisenbahnen, hören Musik von Rolf Zuckowski und schauen abends das Sandmännchen… ach nee, das kommt ja aus dem Osten… also das Sandmännchen gehört auch verboten! Verdammte sozialistische Propaganda-Maschinerie! Also überhaupt kein Fernsehen! Und keinen Computer! Denn Computerspiele und Internet, dass wissen wir mittlerweile, sind Werkzeuge des Leibhaftigen, um uns zu verderben!

12
Mär
09

I believe

i-believe-01Und gleich nochmal ein Riesenlob an Papa Ratzi und seine tollkühne Crew. Da haben die dem Herrn Williamson doch mal ordentlich eingeheizt, dass er jetzt tasächlich „mal ein Buch lesen will“, um sich über den Holocaust zu informieren. Nach Auschwitz möchte er aber nicht reisen. Was soll er auch da, der Laden hat ja seit 64 Jahren geschlossen. Aber vielleicht wäre ein Besuch doch ganz nützlich, eventuell lässt sich die Anlage ja zu Zwecken eines Massenexorzismus wiederverwenden. Da es dort ja eh keine Gaskammern gab und auch keinen Holocaust, wäre das moralisch ja nicht weiter verwerflich.

 




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